Via Perdita
Der verlorene Pfad…

Aug
13

Ich überleg grad, war das nicht ein Film, der so hieß. Ich fand ihn sogar ganz gu8t, aber ist ewig her, seit ich ihn gesehen hab, kann mich auch nicht mehr an Details erinnern. Naja, weiß nur, dass ich zu dem Zeitpunkt ziemlich glücklich war.

Ich denke, dass ich es im Moment auch bin, sehr sogar, was eigentlich komisch ist, da selten die Dinge in meinem leben so unklar waren wie zur Zeit. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie irgendwas weitergehen soll, alles ist irgendwie in einem Schwebezustand und komischerweise macht mich das richtig happy oder es ist zumindest spannend. Naja, vielleicht auch, weil alles soweit eher Aussicht auf Verbesserungen darstellt, wäre es andersrum, wäre es vielleicht nicht so um meine Gefühle bestellt.

Ach ich mag den Blog, schade, dass ich so wenig Zeit hab hier zu schreiben. Die Menschen, die ich zuletzt kennengelernt hab, sind sehr nett und einige sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber das geht bei mir sowieso immer ziemlich schnell. Ich muss einfach besser aufpassen.

Dann war ich Tauchen vor kurzem. Ich weiß, eigentlich schreib ich hier ja selten Details, aber das war so wunderschön, ich muss es einfach aufschreiben. Wirklich wie in einer andere Welt. So faszinierend. Ich hatte schon auch sowas wie Angst, sogar sowas wie Panik am Anfang, muss ich schon zugeben. Naja, unter Wasser zu sein, zu wissen, dass man notfalls nicht einfach auftauchen kann und nur durch den Schlauch zu atmen, den man im Mund hat…irgendwie komisch. Naja, aber habs hinbekommen und bin auch echt stolz drauf. Für viele mags das leicht sein, ich fands schon ne Überwindungssache. Naja, aber man wird ja belohnt durch die fantastischen Aussichten und indem man die Möglichkeit hat, schwerelos über die Korallen zu gleiten, das war echt ein schönes Gefühl =).

Naja, was ist sonst noch passiert. Eigentlich sehr viel, normalerweise müsste ich hier jeden Tag schreiben. Ich hab das ja oben schon erwähnt. Ich hab jemanden kennengelernt, der mir schnell gleich viel bedeutete. Manchmal weiß ich nicht, ob das gut ist und ob es gut geht, aber ich fühl mich momentan sehr gut dabei =).

Naja…ich würd gern wieder schreiben, hab viel Lust wieder Geschichten zu schreiben, leider spielt mir oft der Akku nen Streich, da ich ja leider hier keinen festen Strom hab und wenn ich Zeit hab, kann ich daher meist nicht und wenn ich kann, hab ich meist keine Zeit dazu. :-(

Naja, aber mal sehen, heute werd ich vielleicht noch eine reinstellen.

Ok, das mal wieder kurz von mir, viele Grüße

Euer George

Jul
30

Geschützt: Verborgen…(noch?)

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Apr
11

Geschützt: Gefunden…

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Apr
02

Für uns war sie immer so wichtig…Offenheit.

Doch auch Vertrauen und Ehrlichkeit, sowie die Nähe zueinander…das alles fehlt mir…
Ich mag die neue Distanz nicht…der Mensch, der mir so vertraut geworden ist, dem ich so sehr nahe geworden bin, der soviel von mir weiß und ich soviel von ihm, der fehlt mir sehr, die Gespräche, die Vertrautheit, das Wissen, dass man sich auf den anderen verlassen kann, ihm vertrauen.

Vor allem die Gespräche und die offene, ehrliche Art fehlen mir…ich vermisse sie…

Manchmal weiß man wirklich erst im Nachhinein, was man hatte…auch wenn es offensichtlich scheint…

Das Leben ist nicht immer einfach und manchmal versteht man Andere nicht…man hat keine Chance…und dann wieder drehen sich die Gedanken und man blickt in eine andere Richtung, fragt sich, was man da gesehen hat und bereut es oder wundert sich über sich selber…

Ich überlege viel, was sich verändert hat, ich sehe es nicht…es gelingt mir nicht, den Unterschied zu sehen. Ich sehe nur, was mit fehlt und das ist viel…

Manchmal hilft wirklich nur Zeit…manchmal rückt sie alles ins rechte Licht, denn manchmal steht man zu nah vorm Bild und sieht nicht das Ganze oder man steht zu weit weg und erkennt keine Details, die vielleicht doch so unendlich wichtig sein könnten…denn aus ihnen besteht doch letztlich alles.

Das Leben ist nicht immer einfach, dennoch so schön…

Mär
29

Ich versuche jeden Tag etwas dazu zu lernen und mein Wissen beständig zu mehren.
Denn umfangreiches Wissen führt zu aufrichtigen Gedanken.
Und wenn meine Gedanken aufrichtig sind, ist mein Herz rein. – leicht abgewandelt nach Konfuzius

Mal ein paar Zitate, die mich nachdenklich machen, aber mir auch Kraft geben:

- Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, daß Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst. – Albert Schweitzer

- Unser Leben ist das, was unsere Gedanken aus ihm machen. – Marcus Aurelius

- Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. – Albert Einstein

- Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. – Bertolt Brecht

- Willst Du wissen, wer Du warst, so schau, wer Du bist. Willst Du wissen, wer Du sein wirst, so schau, was Du tust. – Buddha

- Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

- Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge. – Chinesische Weißheit

- Ein gefällter Baum wirft keinen Schatten. – Chinesische Weißheit

- Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. – Albert Schweitzer

- Zuweilen wird ein Baum gefällt, um einen Spatz zu fangen. – Chinesische Weißheit

- Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast. – Marcus Aurelius

Mär
26

Hallo Tagebuch,

es ist ein ziemlich trauriger Tag. Ich bin heute wirklich sehr enttäuscht worden, so sehr, wie nur selten in meinem Leben zuvor. Ich hab schon Einiges hinter mir im Leben, dachte ich zumindest. Aber schlimmer geht wohl immer, oder wie sagt man, auch wenn das nicht das Schlimmste war, aber doch unter den TopTen *müdes trauriges Grinsen*.

Ich hatte schon mal nen Artikel hier angefangen, den ich nicht öffentlich gemacht hab, da gings um Enttäuschung und Verrat. Sicher ich bin nicht wirklich verraten worden, aber ich versteh die Situation einfach nicht…versteh nicht, was das Ganze soll, was werden soll…

Wie kann ein Mensch einem sagen, dass er einen liebt und gleichzeitig so unendlich verletzen. Das versteh ich nicht. Die meisten Menschen, die mir weh getan haben, haben mich in dem Moment auch nicht mehr gemocht oder ich war ihnen wenigstens schlichtweg egal. Wohl meist Letzteres, ich glaub so richtig gehasst haben mich nur wenige Menschen im Leben. Vielleicht ist das ja auch das Problem.

Ich dachte immer, wenn man Liebe gibt, erntet man diese auch…immer mehr zweifle ich daran…ich habs so oft versucht. Ich bin stärker als damals, ja ich bin anders, hab mehr aus mir gemacht, aber es reicht scheinbar noch immer nicht… Aber ich gebe nicht auf. Das bin ich mir selber und dem Leben ansich schuldig. Auch die Sache gebe ich noch nicht auf, wie sagt man, dass Spiel geht 90 Minuten. Die sind, glaube ich, noch nicht um…

Das größte Rätsel des Lebens/Universums ansich ist meiner Meinung nach die menschliche Psyche. Nichts scheint undurchdringlicher und chaotischer zu sein. Warum wollen manche Menschen offensichtliche Fehler machen, warum wissen manche, dass was sie haben nicht zu schätzen, warum müssen wir alle erst merken, was wir hatten, wenn es weg ist. Ich weiß schon, darauf gibt es evolutionäre Antworten. Aber ich glaube, dass es in der heutigen industriellen/technisierten Welt zu sehr vielen unsinnigen Problemen führt, weil es eben ansich anders gedacht war, aber die Mechanismen greifen eben trotzdem, nun an den falschen Stellen…oh mein Gott und da sind wir wieder am Anfang…

Life is just a crumbling cookie..

Tom

Mär
18

Hab grad nochmal fast alle meine eigenen Artikel durchgelesen. Teilweise erschreckend. Also das meine ich nicht negativ.
ich überrasche mich damit zum Teil selber. Auch wenn es arrogant klingen mag, aber ich finde die Artikel zum Teil echt schön geschrieben, musste bei einigen fast heulen, obwohl ich es ja selbst geschrieben habe. Schon komisch, auch, was man alles so vergisst und wie schnell. Aber einiges war sehr gut, dass ich es gelesen habe, am Meisten glaub ich „Wirrwarr“, das hat mir gezeigt, wie weit ich schon mal war. Denn ich glaube fast (auch, wenn mir der Gedanke nicht gefällt, dass ich seither eher Rückschritte gemacht habe). Ich sollte den Pfad, den ich damals angefangen habe zu beschreiten, weitergehen.

Ich denke, dass die Artikel hier wohl bald wieder mehr werden. Ich bin sogar sicher. Der Blog ist wichtig und er ist gut, vor allem für mich. Ob und wer ihn sonst noch liest ist nicht wirklich wichtig. Denn er ist mein Tagebuch.

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, den Spruch kennen wir ja alle von Forrest Gump, ich fand den eigentlich immer doof. Weil wenn ich gute Pralinen hab, dann schmeckt da jede und wenns billige sind, schmeckt da keine. Aber egal, worauf ich hinaus will, ist, dass es mich mal wieder eingeholt hat. Wieder ist etwas passiert (nagut, in den letzten Monaten haben sich die Ereignisse mehr oder weniger geplant auch regelrecht überschlagen), ich weiß noch nicht recht, was sich daraus entwickeln wird und wie ich damit umgehen soll und will, aber wieder habe ich zu spüren bekommen, dass man es einfach nicht kontrollieren kann, egal wie gut man es versucht.

Ich würde gern mehr schreiben, ich habe wieder sehr viel Lust zu schreiben, aber was mir im Moment fehlt, ist einfach die Zeit dazu. Ich hoffe, dass sich das aber ändert demnächst. Bis dahin.

vg
George

Mär
02

Nun ist es schon 2 Monate her, mein letzter Beitrag. Aber was soll ich tun. Ich habe einen großen (für mich) Schritt gemacht und bin nun einen ganz anderen Weg gegangen.

Die Zeit, die ich mir erhofft hatte, dass ich meine Gedanken ordnen kann und mir über mich selber mehr ins Klare komme, habe ich leider noch nicht gefunden und muss das Ganze verschieben…aber ich warte jeden Tag auf den Moment…und ich spüre, dass er näher kommt.

Schade, dass ich so wenig Zeit bisher hatte. Ich glaube ja nicht, dass das hier jemand regelmäßig liest, somit ist es auch nicht so schlimm, aber ich will nur sagen, dass ich den Blog keineswegs vergessen habe, nur viel zu tun hatte in den letzten 8 Wochen und sehr viel passiert ist…aber dazu später mal mehr.

Bis bald,

lg
George

Jan
02

Geschützt: Der Sonnentag…

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Dez
28

Sie saß an der Wand, durch ihre Facettenaugen erblickte sie die junge Frau vielfach und in den schillerndsten Farben. Sie flog auf sie zu, doch dann kam eine Handbewegung und sie musste ausweichen, dabei geriet sie auf die Bahn in ein anderes Zimmer.

Die junge Frau indes, deren Name Jiliana war, bemerkte die Fliege kaum, die geradewegs auf sie zugeschwirrt kam, sie wischte sie gedankenverloren mit einer abwehrenden Handbewegung aus der Luft, traf aber natürlich nicht. Jiliana war gerade 17, sie war klug und aufgeweckt, aber auch anders als andere Mädchen, sie spielte als sie kleiner war nicht gern mit Puppen, hatte auch nie besonders viele Freundinnen oder Freunde und wenn, dann eben doch eher Jungs und das, obwohl sie nun wirklich kein streitsüchtiger Mensch war. Nein eher, ruhig und beobachtend, vielleicht aber auch ein wenig eigenbrödlerig.

Sie hatte großes Interesse an der Wirkung, Funktion und dem Aufbau eines jeden Etwas, egal, ob in der Natur, Technik, oder an Mensch und Tier, sie untersuchte alles so genau es ging, wollte wissen, wie alles funktionierte, bis ins kleinste Detail. Ihre Mutter rügte sie oft, wenn sie sich zu sehr in irgendwelchen Details verstrickte, sie meinte, ihr entgehen dabei die wesentlichen Dinge im Leben. Jiliana fragte sich oft, was das denn sein sollte. Sie war nun eine junge Frau geworden, war auch schon verliebt gewesen, das hatte sich aber wieder gelegt, als sie erkannte, dass der Junge nicht zu ihr passte und sie überhaupt nicht verstand. Nein, er war so oberflächlich, und naiv.

Aber darum machte sie sich im Moment sowieso die wenigsten Gedanken. Sie saß an einem alten Holztisch ohne Tischdecke, vor ihr stand ein großes Glas gefüllt mit Wasser. Es war nur noch halb voll, da sie einen Teil bereits getrunken hatte.
Sie saß da, den Kopf auf ihre rechte Hand gestützt, den Ellenbogen auf dem Tisch, die linke Hand die gerade noch nach der Fliege gewedelt hatte, lag lustlos auf dem Tisch. Jiliana war recht hübsch anzuschauen, vielleicht keine Schönheitskönigin, aber doch sehr attraktiv, wenngleich das ja ohnehin immer sehr subjektiv betrachtet werden sollte. Sie hatte ein hübsches Gesicht, ein süße Nase, ein schönen, weichen Mund, wunderschöne graublaue Augen, lange schwarze Haare, die in süßen Wellen an ihren Schultern hinabfielen. Oh, sie war sich dessen nicht bewusst, was aber zum einen sicher an ihrer Art lag und zum anderen dazu beitrug, dass sie eben so war, wie sie war. Für sie zählten die Äußerlichkeiten nicht so viel, was nicht hieß, dass sie sie nicht wahrnahm, einer der Gründe, wieso sie schon auch darauf achtete und sich pflegte. Im Grunde schien sich das zu widersprechen, tat es aber nicht, sie war lediglich der Ansicht, man sollte das beste aus sich machen, aber die Wirkung war ihr letzten Endes ziemlich egal, so lange sie damit Probleme vermeiden konnte. Vielleicht hätte sich einiges verändert oder wäre sowieso anderes gewesen, hätte sie gewusst, wie vielen Jungs sie schon den Kopf unabsichtlich verdreht hatte. Nun, sie hatte auch wirklich eine süße Art an sich, sie war oft gedankenverloren, dadurch irgendwie auch unnahbar, und doch nicht eingebildet oder arrogant, wie so viele andere Mädchen, welche sie dafür hassten, weil sie bei vielen Jungs so begehrt war und es noch nicht mal wollte, wie es denen schien. Ihre Art, den eigenen Gedanken nachhängend, unaufdringlich, klug und hübsch und nicht oberflächlich, ließ viele Jungs von ihr träumen.

Jiliana dachte viel nach, oft betrachtete sie Dinge und versucht dann so nah wie möglich mit dem Auge heran zu kommen, um selbst kleinste Details noch zu erkennen. Dinge, denen andere keine Beachtung schenkten, faszinierten sie teilweise einfach nur, weil sie wissen wollte, wie sie funktionieren. In letzter Zeit jedoch verlor sie selbst daran Interesse, sie grübelte viel nach, versuchte zu verstehen, warum alles so ist, wie es ist und stellte sich die Frage aller Fragen, die die Menschheit seit Ihrer Schöpfung oder Intelligentwerdung bewegt. Gibt es einen Sinn des Lebens? Die Frage ließ sich natürlich nicht ohne Weiteres beantworten, wie auch, wenn es doch selbst Philosophen seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden nicht schafften das Rätsel zu lüften. Nein, sie wollte nur wissen, warum man sie hier gelassen hat, mit diesem Drang nach Wissen, den ihr niemand beantworten konnte. Trotz alle der faszinierenden Details des Lebens, der Materie an sich, geschah überall so vieles, was belanglos, unbedeutend und sinnlos erschien, anstatt Rätsel zu lösen und sich an so vielen Dingen zu erfreuen, verschwendeten viele Menschen ihre Zeit mit der Lösung völlig unsinniger Aufgaben, gaben sich Diskussionen hin, die einfach nur unsinnig und bedeutungslos schienen. Sie wusste nicht, was das alles sollte. Sie trank einen weiteren Schluck aus dem Glas.

Die Fliege hatte sich inzwischen aus dem Nebenzimmer wieder in die Küche verirrt, in der Jiliana noch immer saß. Erneut steuerte sie auf die junge Frau zu, doch diesmal änderte sie kurz vorher den Kurs und setzte sich auf den Rand des Glases. Jiliana sah die Fliege landen. Gleichgültig, aber mit wachen Augen betrachtete sie sie.
„Hmm, Du hast es auch nicht besser, fliegst hin und her, nur, um Deine Instinkte und Urtriebe zu befriedigen, die Dich dazu veranlassen Deine Art und Dich selber am Leben zu halten…“ Jiliana hatte sich schon seit dem Bio-Unterricht intensiv mit der Darwinschen Lehre auseinander gesetzt und war sehr davon angetan, dennoch fehlte ihr auch dort der Grund des Ganzen, das Wieso und wozu. Gerade bei Lebensformen, deren Intelligenz wir ihnen oft völlig absprechen, fragte sie sich, wozu sollte deren Existenz dienen, nur um eine Ökosystem zu erhalten, in dem auch der Mensch existieren kann. Eine arrogante, ja fast schon absurde Idee. Oft stieß sie mit ihren Gedanken an die Grenzen des für sie vorstellbaren, das Universum war schon allein unvorstellbar, wie klein ein Elektron, ein Photon schon im Vergleich zu einem Menschen war und wie unbedeutend und klein dieser dann im Vergleich zum unserem Planeten war und wie unbedeutend dieser wiederum zu unserer Galaxie scheint und diese wiederum ist nur eine von ca. 300 Milliarden, damit doch auch fast unbedeutend. Die Entfernungen im Vergleich zum Inneren eines Atoms so unvorstellbar groß, dass alles sinnlos und unvorstellbar scheint und dennoch „ist es“. Aber darum ging es nicht, ihr wurde oft bewusst, dass das alles vielleicht keinem Sinn/Gott oder was auch immer dient, dass es keinen gibt, der dahinter steckt. Vielleicht war es wirklich alles nur Chaos, auch über die Chaostheorie hatte sie einiges gelesen, aber bei Weitem nicht alles verstanden. Trotz ihrer Intelligenz, die sie zweifelsohne besaß, fehlten ihr natürlich auf vielen Gebieten die wissenschaftlichen Grundlagen, die man in der Schule nicht vermittelt bekam.

So saß sie nun da und betrachtete die Fliege. Als sie immer näher mit dem Kopf heranging, um die Facettenaugen zu betrachten, flog die Fliege plötzlich weg. Jiliana wurde dadurch etwas aus ihren Tagträumen gerissen und hörte so Ihre Mutter rechtzeitig von oben herunterkommen. Schwups, setzte sie ein relativ freundliches Gesicht auf und stand auf. Sie ging zum Kühlschrank und tat, als würde sie etwas zu essen suchen. Ihre Mutter kam die Treppe herunter und betrat die Küche. „Jiliana, was suchst Du denn, es gibt nachher gleich Abendessen. Ach…, der Abwasch ist doch noch immer nicht gemacht…“. Upps, den hatte sie völlig vergessen, war es schon so spät geworden. Nun, wie auch immer, es schien an der Zeit sich wieder ins System der Sinnlosigkeit, in die Welt des Nichts, des Scheins einzuordnen. „Ich mache es gleich, muss wohl eingenickt sein.“, sagte sie und trat an das Spülbecken um den Stöpsel einzustecken. Als sie das Wasser einließ, spürte sie, dass sie nicht allein war mit ihren Gedanken.
Da musste es etwas geben, wieder glitten ihre Gedanken ab und in einem Automatismus, der einer gewissen Lethargie glich, spülte sie währenddessen das Geschirr ab.

Die Fliege indessen flog an das Fenster vor der Spüle und ließ sich auf dessen Griff nieder, sie schaute erneut auf das Mädchen und betrachtete diese ganz genau.

Dez
08

In den letzten Tagen ist viel passiert. Eigentlich müsste ich total glücklich sein, denn im Moment läuft es so gesehen wirklich gut. Eigentlich alles so wie ich möchte und dennoch, statt zu Grinsen und fröhlich durch die Gegend zu laufen, wie ich es eigentlich selbst erwartet hätte, erwisch ich mich oft, wie ich grübelnd und schon fast wieder leicht depressiv in Gedanken versinke…

Meine Mine ist auch eher nachdenklich bis traurig und ich frag mich wieso. Ich reiß mich selber irgendwie runter. Ich hab mehr Angst davor, das, was ich erreicht hab zu verlieren, als den Sinn dafür, es einfach zu genießen. Meine Gedanken gehen schon wieder so stark in Richtung Zukunft und hinterfragen alles Mögliche, suchen verzweifelt das Negative an den ganzen guten Sachen, wohl um eine mögliche Enttäuschung besser abfangen zu können…Zumindest denke ich, dass das die Erklärung ist. Es ist nicht so, dass ich den Augenblick gar nicht genieße, im Gegenteil, ich versuch es schon und hab es auch…aber ich erwische mich eben auch immer wieder dabei, dass ich immer mehr möchte.

Ich habe viel mehr, als ich mir noch vor 4-5 Wochen gewünscht hätte und anstatt happy zu sein, dass sich dies erfüllt hat und noch mehr ist, als ursprünglich zu hoffen gewagt, mache ich mir Gedanken, warum es nicht noch mehr sein kann…Ich möchte dazu sagen, dass es hier nicht um Materielles geht. Ich glaub sonst könnte ich mit Verlusten viel eher leben. Also als gierig würd ich mich auch nicht bezeichnen, zumindest eben nicht materiell…aber vielleicht sehne ich mich emotional eben einfach nach immer mehr und mehr und es ist letztlich die Angst Liebe zu verlieren.

Darf man denn dann von den Erinnerungen leben, sich danach sehnen, sie immer und immer wieder durchgehen oder ist das falsch? Man darf nicht vergessen zu leben, ich weiß schon…aber wenn der vergangene Augenblick so schön war…ist es dann nicht normal, sich diesen zurückzusehnen? Ich hab viel erlebt die letzten Monate, mehr als Jahre zuvor, so hab ich das Gefühl, trotzdem ist das sicher für viele lächerlich im Vergleich zu deren Erlebnissen. Aber von denen kann ich mir nichts kaufen und ich hab nur meine eigenen. Für mich hat es eben eine recht hohe Bedeutung und ich bin sehr froh, viele dieser Erfahrungen und Erlebnisse gemacht zu haben, auch wenn nicht alles gut waren. Manchmal wünschte ich, ich könnte das alles mehr mit jemandem teilen. Vieles davon dürfen Andere aber leider nicht erfahren oder wissen…bzw. sollten es lieber nicht.

Naja, wie dem auch sei, ich hoffe, dass ich irgendwie eine Lösung finde. Im Moment weiß ich nicht so recht, wie alles weitergehen soll. Da sind dann wieder diese Momente, in denen ich am Liebsten die Zeit stoppen würde. Ich überlege auch, ob ich nichtl vielleicht doch lieber einen anderen Pfad hätte nehmen sollen, als den, den ich eingeschlagen habe. Aber das weiß man ja meist erst hinterher. Hinterher ist man ja immer schlauer…

Jedenfalls bin ich dankbar für das, was mir die letzten 3 Monate alles passiert ist. Sehr dankbar. Und auch dankbar für die Menschen, die ich kennengelernt habe, auch wenn ich weiß, bzw. das Gefühl hab, dass ich diese wohl wieder verlieren werde oder schon verloren hab. Es gehört wohl dazu und ich sollte das besser wissen, als viele Andere und trotzdem ist es eine der Tatsachen am Leben, die mich persönlich am Meisten schockt, immer und immer wieder! Ich hänge zu sehr, zu schnell an den Menschen, die ich sehr mag.

Danke für das schöne Wochenende.

Bis bald,
lg
George

Nov
27

Eine kleine Fliege surrte träge um ihn herum, sie waren um diese Jahreszeit selten und suchten die Wärme der windgeschützten Orte. Sie flog gegen die dreckige Fensterscheibe, wieder und wieder. Schließlich gab sie vorerst auf, sie krabbelte daran hinauf und wieder hinunter. Sie sehnte sich nach dem Licht des rasch zur neige gehenden Tages, was ihr Freiheit versprach, aber auch den sicheren Tod bedeutet hätte.

Es wurde langsam dunkel draußen, die wenigen Autos die herumfuhren hatten inzwischen alle Licht an, es war kühl und wolkig und dann sah er es. Der erste Schnee, nur kleine weiße Körner, die sofort beim Aufschlagen tauten und einen nassen Asphalt und Bürgersteig zurückließen. Es schneite nicht sehr, nur vereinzelte, sehr kleine Flocken kamen herunter.

Er hielt inne, sein Blick löste sich vom Teleskop, er sah ganz normal durch das Stück fehlende Glas, er betrachtete die kleinen Flocken im leichten Wind. Sein Gesicht nahm einen verträumten Ausdruck an, der für ihn eher untypisch war. Er war ein Mann geworden, der mit viel Hass und Rücksichtslosigkeit durch das Leben ging. Er war nicht immer so. Seine Erinnerungen überkamen ihn plötzlich. Er dachte zurück an die Weihnachten, als es diesen Typ noch nicht gab. Als er noch der junge, nette Alex war, der glücklich war, sich freute nach Hause zu kommen zu seiner Freundin, um mit ihr am Abend gemeinsam am Fenster zu stehen, in der warmen Wohnung und nach draußen zu schauen, in dem Schnee, der von den Straßenlaternen angestrahlt wurde und durch ihre Lichtkegel vorbeizog. Er erinnerte sich, wie er von hinten seine Arme um sie schlug und sie fest drückte und einfach glücklich war, er ihr Alex war.

Eine Träne rollte langsam seine Wange herunter, er spürte es und wurde just aus seinen Erinnerungen gerissen. Nein, nie wieder wollte er sich so weh tun lassen. Er verscheuchte die Erinnerungen und langsam begann sich wieder diese Wut auszubreiten. Sein Gesicht verhärtete sich, er bemerkte die Fliege auf dem Glas, die raus wollte, aber nicht auf die Idee zu kommen schien sich der Lücke im Glas zu nähern. Er richtete seinen Blick erneut auf die Geschehnisse draußen. Er sah einen älteren Mann mit feinem Anzug und einem Hut. Er schritt schnell dahin und schien es sehr eilig zu haben. Danach kam eine junge Frau die Straße entlang, sie hatte einige Tüten in den Händen und schien Mühe zu haben alles wegzubekommen.

Dann sah er sie, ein junges Mädchen, vielleicht 10 oder 12 Jahre alt. Sie ging die Straße langsam entlang, sie blieb stehen und sah in den Himmel und beobachtete die Flocken. Sie schloss ihre Augen, sie schien den ersten Schnee zu genießen. Langsam ging sie weiter, sie sah neugierig in alle Richtungen. Sie schien alles in sich aufzunehmen, die Autos, welche an ihr vorbeifuhren und die mehr wurden, die Straßenlampen und Verkehrschilder, selbst die Papierkörbe und Flecken auf dem Bürgersteig schienen ihre Augen zu beobachten, sie hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Er sah wieder durch sein Teleskop am Gewehr und beobachtete die Kleine näher. Sie war anders als die meisten anderen. Sicher die Kinder waren allgemein noch nicht so abgestumpft, aber sie war allein unterwegs und es schien sie nicht zu stören. Sie stoppte vor einer Laterne, an welcher ein Plakat angebracht war. Der Mann konnte nicht lesen was auf dem Plakat stand, da es seitlich zu ihm stand. Das Mädchen hatte lange schwarze Haare, ein niedliches Gesicht und braune Augen. Er konnte ihre Augen sehen, da sie seitlich zum Schild stehen geblieben war, sie blickten wach und ausdrucksvoll auf das Plakat. Sie faszinierte ihn.

Die Fliege flog vom Glas weg und ließ sich auf der rechten Hand des Mannes nieder, welche am Abzug lag, um das Geweht zu halten.

Der Mann schaute noch immer fasziniert auf das Mädchen, das Fadenkreuz auf ihre Stirn gerichtet, plötzlich war etwas auf seiner Hand, er zuckte unwillkürlich und ein Schuss peitschte aus dem Gewehr.

Dann geschah alles in Sekunden, doch es sollte ihm bis an sein Ende verfolgen. Er sah wie ihr Blut langsam aus der Stirn trat und das kleine Mädchen kurz darauf rücklings zusammenbrach und reglos liegen blieb. Der Anblick brannte sich unauslöschlich ein Leute schrieen und rannten weg, nur wenige auf das Mädchen zu. Ein junger Mann, rannte zu dem Mädchen und fühlte ihren Puls, er schrie etwas, was der Mann am Fenster aber nicht verstehen konnte. Er nahm den Kopf hoch und schaute jetzt durch das schmutzige Glas, er konnte nichts erkennen…eine Wut auf sich selber überkam ihn…jeden hatte er erschießen wollen, aber nicht sie, warum ging der Schuss los, er erinnerte sich an etwas auf seiner Hand. Er war plötzlich wütend auf die Fliege, die sich wieder an der Scheibe niedergelassen hatte. Er schlug nach ihr, traf aber nicht. Die Fliege flog ins Dunkel des Raumes. Er wollte das Mädchen nicht töten, doch nicht dieses Kind, welches noch das ganze Leben vor sich hatte, das hatte er nie gewollt. Vielleicht lebt sie noch schoss es ihm kurz durch den Kopf, doch die Antwort kannte er. Er musste an das Blut und das Loch auf ihrer Stirn denken.

Er brach auf dem Fußboden zusammen, es schossen ihm unendlich viele Gedanken durch den Kopf, er dachte an seine Kindheit, er hatte eine schöne Kindheit, an seine Schulzeit, er war immer ein recht guter Schüler gewesen, an die junge Frau, die er geliebt hatte, an die Zeit danach, dieses Leben, welches an ihm vorbeigezogen war, wie der Wind, was nie seines gewesen zu sein schien, er war doch ein guter, junger Mann, der aus guten Elternhaus kam und eine ordentliche Bildung hatte. Er hatte kaum Erinnerungen an dieses Leben danach…obwohl es nun schon zwölf Jahre waren, was war passiert, er war zu einem Psychopathen geworden. Er fing an zu weinen, es schien, als brächen die Tränen der letzten zehn Jahre aus ihm hervor, der Kummer und das Leid, welches er empfunden hatte. Er flüsterte in den Raum: „es tut mir leid, ich wollte dich nicht töten.“ Kurz danach setzte er ein leises „…ich habe dich immer geliebt“ hinzu. Er nahm das Gewehr, drehte es herum, steckte sich die Mündung in den Mund und drückte ab.

Die Fliege setzte sich an den Rand der Blutlache auf den alten Parkettfußboden. Sie trank das Blut, es war warm.“

Nov
24

Falls es hier wirklich Besucher gibt, wollt ich nur mal kurz schreiben, dass ich die Seite nicht vergessen habe, im Gegenteil. Nur hab ich momentan wirklich viel zu tun, da ich grad umziehe und dann auch bald noch ein anderer Umbruch in meinem Leben stattfindet, der mir dann aber hoffentlich die Zeit bringen wird, hier mehr zu schreiben und meinem Ziel näher zu kommen. Also demnächst wieder mehr von mir, bis dahin

lg

Euer George

Okt
20

Es handelt sich hier um eine Kurzgeschichte, welche ich vor ca. 4 Jahren mal geschrieben habe. Ich dachte ich poste sie hier einfach mal. Es ist sicher kein literarisches Meisterwerk und ich selber würde mich heute anders ausdrücken, aber ich hab sie absichtlich so gelassen, wie ich sie damals geschrieben habe:

Der Morgen
Sie stand auf wie jeden Morgen, sie schwang die dicke Decke zurück, setzte sich auf den Bettrand und schaute sich müde um. Ihr Blick fiel auf den Radiowecker, der ihr mit seiner roten LED-Anzeige klar machte, dass es bereits spät war, obwohl eigentlich noch früh am Morgen. Sie zog ihr Schlaf-Shirt aus, welches nur ein zu groß geratenes T-Shirt war, und schlüpfte in ihre Unterwäsche, machte Ihren BH zu, zog sich ein neues sauberes T-shirt an, fuhr in Ihre Hose und Strümpfe und marschierte ins Bad. Nachdem sie sich Ihrer Morgentoilette gwidmet hatte, ging sie den Gang entlang in Ihre Küche.

Sie blickte auf den noch vom Vorabend stehenden Abwasch, zwei Teller und zwei Bestecke, sie glaubte sich an Pizza erinnern zu können. Sie ging an den Schrank, öffnete ihn. Ihr Blick streifte kurz seine blau weiße Tasse, dann nahm sie sich einen Teller. Anschließend schnitt sie sich eine Scheibe Brot ab, holte die Margarine aus dem Kühlschrank und belegte sich das Brot. Nachdem sie es zusammen mit einem Schluck Milch gefrühstückt hatte schaute sie erneut auf die Uhr. Plötzlich fiel ihr auf, wie ruhig es war, nichts war zu hören. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, so dass sie draußen nichts erkennen konnte als sie an das Küchenfenster trat und herausschaute.

Sie wusste nicht, was ihr fehlte, sie blickte noch einmal ins Bad, auf die zwei Zahnbürsten, die nebeneinander auf dem kleinen Board lagen, auf den Rasierapparat, der in einer Ecke auf der Waschmaschine lag. Als sie in das Wohnzimmer ging, fiel ihr Blick auch auf den leeren Sessel, auf dem er immer gesessen hat und auf seine Unterlagen, aber sie wusste es nicht. Sie wusste nicht, was ihr fehlte. Sie erschrak erneut und musste sich beeilen, sonst würde sie zu spät zu ihrer Arbeit kommen. Sie zog sich ihre Schuhe und den Mantel an, ging zur Tür und trat hinaus ohne sich erneut umzusehen. Die Tür fiel zu, es war wieder still in ihrer Wohnung, und sie dachte nicht mehr an das, was sie vergessen hatte.

Okt
17

Hallo, hab wieder viel nachgedacht, irgendwie ist das alles so unglaublich kompliziert…oder eben auch nicht, wie man es wohl betrachten mag. Ich habe oft über das Thema Evolution nachgedacht. Da ich auf dem Gymnasium auch Biologie-Leistungskurs hatte, wurde mein Interesse an dem Thema allgemein damals schon geweckt. Ich habe mich auch anschließend hier und da damit auseinandergesetzt, diverse Bücher und Sendungen gesehen, naja, wie die Meisten wohl. Jedenfalls, worauf ich hinaus will ist eigentlich die Evolution ansich, lehrt uns doch zweifelsfrei die natürliche Auslese. Zumindest hab ich das immer so verstanden. Ich will nicht wie ein bekannter Diktator klingen, aber geht man zurück in das Thema Kontrolle und Ordnung, kommt man nicht umhin sich zu fragen, wieso die Auslese beim Menschen nicht mehr funktioniert oder funktionieren darf. Oder tut sie es, nur auf anderer Ebene. Fakt ist, dass die körperliche Stärke hierbei nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielt, was ich ansich nicht schlecht finde. Andererseits spielt die Intelligenz eine Rolle, was ich ansich auch nicht schlecht finde. Aber ich sehe (wenn ich mich mal nicht als Mensch betrachte und versuche objektiv zu sein), dass wir immer mehr werden, uns gegenseitig Lebensraum nehmen, uns erdrücken, die Ressourcen langen jetzt schon kaum noch und es sieht nicht aus, als würde die Weltbevölkerung schrumpfen. Ich meine die natürliche Auslese funktioniert bei uns einfach nicht mehr. Sicher weil wir aus humanistischen Gründen alle und jeden mitschleppen. Das soll keine Kritik sein, da ich (wäre ich unmittelbar betroffen) sehr dankbar dafür wäre und außerdem unterscheidet uns ja wahrscheinlich genau das vom Tier…aber andererseits, wo soll es hinführen, was soll das Ergebnis sein. Sollte man nicht wenigsten eine weltweite Geburtenkontrolle einführen?

In der Geschichte der Menschheit, also vor unseren heute vorherrschenden Demokratien hat sich das Problem ja oft durch Kriege selber gelöst und wäre ich ein Pessimist würde ich sagen, dass die Bevölkerung auch nur wächst, bis es eskaliert, aber scheinbar sieht das kaum ein anderer der 7 Millarden so… Ich will eigentlich nur sagen, dass ich der Meinung bin, dass wir immer, seit jeher zwischen diesen beiden Optionen wählen und schwanken. Eine Regierungsform ist radikaler, die andere humaner, die eine hat solche Probleme die andere solche…

Ich denke aber Fakt ist, dass unser Leben eine Kampf ist, eine ewiger Kampf, jede einzelne Entscheidung. Und überleben wird der, der sich durchsetzen kann, egal wie. Wobei ich der Meinung bin, dass hier Rafinesse, also das Nutzen von Intelligenz und der geschickte Einsatz dergleichen zum Erfolg führen. Es gibt viele sehr kluge Menschen, die ihr Potential nicht nutzen. Ich weiß nicht, wo ich mich einstufe, ich denke ich versuche mich mittelmäßig durchzuschlagen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Ich kann nur hoffen (und wurde hier leider schon oft enttäuscht), dass letztlich die besten (was immer das sein mag) uns führen und leiten werden.

Okt
12

Uns allen ist das doch schon mal aufgefallen, oder? Überall bilden sich Gruppen, in allen möglichen Variationen und Formen. Seien es Vereine, Cliquen, Gangs, Kollegen, die sich gut verstehen oder man fühlt sich nur durch Kleinung zugehörig, egal…Ob Gothics, Punks, Skinheads oder eben ganz normale Menschen, die nur gern zusammen sitzen und sich wöchentlich zum Skat-Abend treffen…

Was verbindet sie, was verbindet uns alle, es ist nicht nur das Gefühl dazuzugehören zu wollen oder soziale Kontakte zu suchen, sicher auch, aber es geht grad bei Gruppen, nach denen wir immer suchen, wenn wir mal ehrlich sind, um etwas anderes. Es geht darum, das Gefühl zu haben, der Unordnung, dem Chaos unserer Welt entfliehen zu können, dem Chaos mehr Sinn zu geben, vielleicht sogar das Chaos ein Stück weit ordnen zu können. Es geht um Ordnung, darum mehr Kontrolle zu bekommen (ok, den Bereich hab ich schon mal angeschrieben, aber es geht eben alles über ineinander).

Ordnung, ist das nicht letztlich nur ein verzweifelter Versuch, einfach nicht anerkennen zu wollen, dass es sie eben nicht gibt, das Chaos nicht akzeptieren zu wollen. Aber ich glaube, das müssen wir letztlich, wir wehren uns eigentlich doch immer dagegen, bis zum letztem Atemzug, seien es politisch fantische Gruppierungen oder fanatische Gläubige, es ist doch letztlich das Gleiche.

Aber ich kann es soagr verstehen, weil ich an manchen Tagen genauso denke, dann denke ich auch darüber nach, was diese oder jene tun, ob das nicht Sinn macht, ob man nicht mitmachen sollte, es wenigstens versuchen zu ordnen, mehr Ordnung zu schaffen. Und da liegt einfach das Problem, es scheint in unserer Natur zu liegen, aber macht es wirklich Sinn? Soll das so sein? Ich würde ja ein Ja akzeptieren, aber ich mir da einfach nicht sicher. Also hier hab ich gar nichts gegen Kommentare und Hinweise (sonst übrigens auch nicht), aber hier ganz speziell.

Nunja, wenn ich dann merke, so gehts sicher einigen, dass man von was angetan ist und sich mehr und mehr zugehörig fühlt, dann rutschen einige richtig tief rein und schalten das Denken ab. Ganz so ist es bei mir nicht, ich fang dann an zu überlegen, wie man das verbessern kann oder ob ich nicht die Gruppe besser führen könnte. Meist bemerke ich dann viele Dinge, die ich dämlich oder eben suboptimal finde. Und dann schwenke ich meist wieder ab und überlege ob ich das nicht lassen sollte. so wie auch heute.

Ich denke, dass unser Problem darin liegt, dass wir einfach zu viele sind. Ich weiß, dass klingt nicht unbedingt sehr human oder so, aber ich mein das nicht rassistisch oder ähnliches…nur sind wir eine Spezies, die sich Normen und Regularien geschaffen hat, die eine natürliche Selektion und Auslese auf eine Minimum beschränken und Geburtenkontrolle gibt es faktisch gar nicht. Wir expandieren auf Kosten aller anderen Spezies und auf Kosten unserer eigenen Zukunft. Das Tolle ist, dass wir es wissen, aber sich kaum einer (ich wohl auch nicht so richtig) von den fast 7 Millareden Menschen dafür verantwortlich fühlt oder gedenkt etwas zu ändern, sicher auch zum Teil, weil sie nicht wissen wie UND weil es eben auch unser Instikt ist, mit allen Mitteln und unter allen Umständen zu überleben.

Vor diesem Hintergrund, der allen bekannt ist, der aber Niemanden groß juckt, ist es nur unschwer zu erkennen, wie das alles endet, aber darauf will ich nicht hinaus. Sondern auf etwas anderes. Wir leben nur miteinander so „harmonisch und friedlich“, weil wir eben massenweise Normen und Regeln haben. Aber diese schränken uns auch ein, machen uns abhängig, lassen uns kaum Luft zu atmen, zumindest geht es mir oft so und man hängt eben immer aufeinander. Freiheit exitiert kaum noch. Aber auch darauf will ich nicht hinaus. Das Paradoxe ist doch auch, dass eben weil wir dadurch immer mehr werden und eben alle eigenen Wünsche und Ideen sowie den „Individualismus“ besitzen und die Gesellschaft uns dazu zwingt, jeder wiederum versucht sich abzuheben, jeder mehr kämpfen muss, um zu überleben, um sich durchzusetzen, um einen Partner zu bekommen, usw.. Das schafft letztlich wieder ein totales, unüberschaubares Chaos und eine absolute Unordnung, mehr denn je, die Viele von uns doch tagtäglich schon überfordert. Streß, BurnOut uws. kennen wir alle, warum denn…Unordnung im Regelchaos, so könnte man unsere westliche Kultur beschreiben. Leben ist das doch nicht mehr wirklich oder?

Also streben einige wieder nach Vereinfachung, nach weniger Individualismus, nach weniger, aber strengeren Regeln, nach weniger Unützem, um die sinnfreien und verwirrenden Dinge, die die Unordnung steigernn von vornherien zu mindern und abzzuschaffen, zu selektieren, Unnützes zu unterbinden. Ich denke, dass das schon für viele eine Erleichterung darstellen würde, zumal sich die meisten Menschen eben danach sehnen. Etwas anderes macht ja die Natur auch nicht. Aber die, die sich nach dem Individualismus sehnen, die allein klakommen, die durchsteigen, die stark egnug wären sich durchzusetzen, die würde das bedrohen und einengen. Ich muss gestehen, dass ich dann phasenweise sicher dazuzählen würde. Naja, so gesehen wird das nicht geschehen denke ich oder noch nicht. Noch geht es zu vielen zu gut, auch wenn das sarkastisch klingt.

Auch ich sehne mich innerlich nach Ordnung, Ordnung in meinem Leben, eine Linie, eine Vorgabe, etwas, nach dem ich streben kann, Gedanken, die ich ordnen kann, ein Weltbild, welches ich nicht täglich neu ordnen muss oder welches sich ständig zu ändern scheint. Weil es eben alles manchmal nicht zu passen scheint. Ich überlege immer wieder, was ich will, wo ich hingehöre, was ich möchte. Was mich so verrückt macht, was mir Angsrt macht und wie ich ihr begegnen kann…und ich weiß es nicht. Vielleicht finde ich meine Antwort ja auf meinem Weg, ich hoffe es.

Zur Zeit geht mir wieder unheimlich viel durch den Kopf, den einen Tag geht es mir gut, den nächsten versteh ich das alles was geschehen ist gar nicht und habe nur Angst vor dem Morgen. Eine Stunde später genieße ich das Leben und bin glücklich die Sonne zu spüren…wieder später lieg ich allein auf der Couch, werde traurig und sehne mich wieder nach jemandem an meiner Seite…ich weiß nicht, wirklich ordnung hat mein Leben nicht. Ist man letztlich wirklich immer auf sich allein gestellt???

Naja, das sind nur mal ein paar Gedanken am Abend. bis bald
lg
George

Okt
10

Oh, schon eine Woche keinen Eintrag. Nunja, wirklich viel passiert ist eigentlich auch nicht, muss gestehen, es war eine sehr arbeitsreiche Woche, in der ich zu nicht viel gekommen bin. Klar ein wenig ist schon passiert, einige Gedanken schießen mir auch ständig durch den Kopf, aber keine richtig klare Erkenntnis oder etwas, was man ausformulieren sollte bzw. müsste. Oder wenn, dann bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das hier schreiben sollte.

Außer vielleicht, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass ich langsam anfange das Leben mehr und mehr zu verstehen und zu genießen, bzw. bewusster zu erleben. Früher hatte ich immer Angst vor so vielem, auch heute noch oft, aber eben nicht mehr so oft und die Momente in denen ich froh bin, dass ich das einfach erleben kann, sind viel mehr geworden, selbst dann, wenn es viel gibt, was mich früher verunsichert oder zutiefst deprimiert hätte. Irgendwie bin ich auch stolz drauf, dass ich mich da selbst heraus befreien konnte und (wie ich finde) trotzdem ein anständiger Kerl geblieben bin….als ich heute morgen die frische, kalte Luft einsog, da dachte ich, dass das Leben manchmal wirklich hart und unfair ist, aber auch irgendwie toll, obwohls mir im Moment eigentlich eher scheiße geht…irgendwie ist es aber alles eine Herausforderung-und ich will sie hiermit fürs erste annehmen!

Lasst den Kopf nicht hängen…oder auch: Geduld ist bitter, aber ihre Früchte sind süß!

lg
Euer George

Okt
03

Geschützt: Es!

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Okt
01

Demütigung, Schmach, Kränkung, Erniedrigung, Bloßstellung, Wörter für ein und dasselbe Gefühl. Die meisten haben es schon einmal erlebt, in den verschiedensten Situationen. Ich selber auch, bis vor relativ kurzem nur in begrenzter Form. Normal eben, aber nun auch in seiner (in meinen Augen) mit extremsten Form.

Das Schlimme an dem Gefühl sind die rasenden Schmerzen, die den ganzen Körper durchziehen, das Gefühl der Hilflosigkeit, das Gefühl völlig ausgeliefert zu sein, machtlos und vor allem das Gefühl der maßlosen Enttäuschung über das Verhalten des Anderen. Man hätte das so nie erwartet, man hat nicht im Entferntesten damit gerechnet und dann so etwas. Wie das berühmte Messer in den Rücken. Ich war und bin es noch, wahnsinnig enttäuscht wurden. Ich verstehe noch immer nicht, warum sie sich so verhalten hat. Vielleicht werde ich das nie, keine Ahnung, es macht mich traurig und gleichzeitig auch irgendwie wütend, warum gerade so?

Verraten und vor allem enttäuscht. Wenn man sich die Definition des Wortes enttäuscht anschaut, kommt schnell Ernüchterung und man fängt an, sich selber an die Nase zu greifen. Ent-täuscht, quasi die Aufhebung der Selbsttäuschung, welcher man vorher wohl erlegen war. Ja, ich habe wohl vorher gedacht, es wäre so und sehe nun, so ist es doch nicht. Also hab ich mich letztlich eben getäuscht und wurde nun enttäuscht. Wortspiele oder? Ich weiß es nicht, denn so einfach ist es nun auch wieder nicht. Meiner Meinung nach stimmt es schon, hat man der anderen Person so etwas nicht zu getraut und sie tut/tat es definitiv doch, hat man sich wohl getäuscht, aber ist man deswegen selbst Schuld. Ich denke nicht in jedem Fall. Es gehört auch so etwas Moral und Anstand in unserer Gesellschaft dazu und vor allem Respekt, Respekt anderen gegenüber, mache Dinge sind dann eben Tabu.

Hier ein kurzer Abstecher, ich denke nicht, dass alles, was die Gesellschaft für moralisch verwerflich hält, es auch wirklich ist, das hab ich selber schon erfahren und es ist manchmal ein schmaler Grat. Aber wenn man anderen Menschen damit unnötig und aus rein egoistischen Motiven Schaden zufügt, dann ist es in meinen Augen definitiv falsch, es sei denn (und das ist ja auch eine altbekannte Diskussion) es hilft einer größeren Mehrheit definitiv und sinnvoll weiter und ist tragbar (, was immer man darunter verstehen mag, hier sollte man wohl eher sehr vorsichtig sein, heikles Thema. Ich selber wüsste auch nicht, ob man dafür töten dürfte…ich hoffe, dass ich solch eine Entscheidung nie treffen muss oder selber betroffen bin). Das ist aber nur meine Meinung.

Anderen durch unüberlegtes, voreiliges oder wirklich rein egoistisches, vielleicht sogar vorsätzliches Handeln (auch das soll es ja geben) zu schaden und diese zu demütigen ist in meinen Augen wirklich eine der verwerflichsten Handlungen, die man ausüben kann. Sind es Kleinigkeiten, die man übersieht, die eben passieren, oder die man „aus Versehen“ begeht, dann ist das sicher halb so schlimm, aber nicht, wenn die Konsequenzen dazu führen Anderen zu schaden oder diese gar seelisch zu zerstören. Ich denke manchmal, dass einige Menschen, das gar nicht mitbekommen, dass es Andere gibt, die unter deren Vorgehen wirklich leiden. Und manche wissen es, aber ihnen ist es gleich. Noch schlimmer ist das, wenn es ein Mensch ist, der einem Nahe stand oder den man gar einmal liebte. Und doch sind es ja meist gerade die Menschen, die wir am Meisten lieben, die uns am Ende so sehr wehtun.

Ich hab’s gespürt, spür es noch, es sollte mir inzwischen egal sein, ist es aber nicht, nicht weil ich nachtragend bin, sondern weil ich es noch jeden Tag erneut erlebe und zu spüren bekomme, sicher auch, weil ich es eben dummerweise gefühlsmäßig noch zu lasse. Aber das ist wohl wieder eine andere Geschichte.

VG
George

Sep
30

Ich kam nach Hause, es war still. Ich stellte meine Tasche ab und ging ins Wohnzimmer, es war leer und kalt. Anders als normal. Ich sank auf den Boden, saß reglos da, das Gesicht ohne Ausdruck, die Augen starr und reglos ins Nichts starrend. Ich hörte die Leere nicht nur, ich spürte sie überall. Keine Bewegung, keine Schritte, keine Stimme, nur mein eigener Atem. Ich saß weiter reglos da, meine Gedanken verließen das Jetzt und flüchteten sich in die Vergangenheit, sie sahen die Dinge, wie sie einmal waren, wie sie sein sollten. Dann begann ich zu weinen, die Tränen flossen meine Wangen herunter, ich konnte nichts dagegen tun, ja ich bemerkte es nicht einmal richtig. Ein Tropfen fiel auf das kalte Laminat.

Ich vermisste sie, noch immer. In meinen Gedanken wiederholten sich die letzten Wochen, die letzten Tage, die letzten Stunden, die wir miteinander verbrachten. Sie waren schwer, wir stritten und doch waren sie so wertvoll für mich, sie waren das letzte, was mir von ihr geblieben war. Ich kostete jeden Moment aus, da ich wusste, dass es vorbei sein sollte. Ich sah ihr zu, wie sie einschlief, lag neben ihr, berührte ein letztes Mal ihr Gesicht, sah auf ihre zarten Hände…ich legte mich nah zu ihr, genoss die Nähe ein letztes Mal, aber nur so nah, dass sie nichts merkte und nicht aufwachte. Die Gedanken gingen mir wieder und wieder durch den Kopf. Die zeit war vorüber, der Augenblick vorbei…

Mein Herz tat weh, ich ließ mich erschöpft auf den Boden fallen, legte mich hin, blickte an die Decke und sah ihr Gesicht vor mir, nur in Gedanken. Ich sah ihr Haar, erinnerte mich an die guten Zeiten, den Beginn, an die Liebe, die wir einst füreinander empfanden. Ich musste noch heftiger weinen, es wurde mehr ein Schluchzen, sie fehlte mir so sehr, ich vermisste sie so unheimlich, ich war am Ende. Ich wurde müde, müde von den Tränen. Dann schlief ich langsam ein.